Sprüche

Sprüche 27

Schlachter 1951
1

Rühme dich nicht des morgenden Tages; denn du weißt nicht, was ein einziger Tag bringen mag!

💡 Andacht
2

Ein anderer soll dich rühmen, nicht dein eigener Mund; ein Fremder und nicht deine eigenen Lippen!

💡 Andacht
3

Ein Stein ist schwer und der Sand eine Last; aber derÄrger, den ein Tor verursacht, ist schwerer als beides.

💡 Andacht
4

Grausam ist der Zorn undüberwallend der Grimm; aber wer kann vor der Eifersucht bestehen?

💡 Andacht
5

Offenbarende Zurechtweisung ist besser als verheimlichende Liebe.

💡 Andacht
6

Treugemeint sind die Schläge des Freundes, aber reichlich die Küsse des Hassers.

💡 Andacht
7

Eineübersättigte Seele zertritt Honigseim; einer hungrigen Seele aber ist alles Bittere süß.

💡 Andacht
8

Wie ein Vogel, der aus seinem Neste flieht, so ist ein Mann, der aus seiner Heimat entflieht.

💡 Andacht
9

Öl und Räucherwerk erfreuen das Herz; so süß ist die Rede des Freundes, der Rat seiner Seele.

💡 Andacht
10

Verlaß deinen Freund und den Freund deines Vaters nicht; aber in das Haus deines Bruders begib dich nicht am Tage deiner Not; ein Nachbar in der Nähe ist besser als ein Bruder in der Ferne.

💡 Andacht
11

Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz; so darf ich dem antworten, der mich schmäht.

💡 Andacht
12

Ein Kluger sieht das Unglück und verbirgt sich; die Einfältigen aber tappen hinein und müssen es büßen.

💡 Andacht
13

Nimm sein Kleid; denn er hat sich für einen Fremden verbürgt, und statt einer Unbekannten pfände ihn aus!

💡 Andacht
14

Wenn einer seinen Nächsten am frühen Morgen mit lauter Stimme segnet, so wird ihm das als ein Fluch angerechnet.

💡 Andacht
15

Eine rinnende Dachtraufe an einem Regentag und ein zänkisches Weib sind gleich;

💡 Andacht
16

wer sie aufhalten will, der hält Wind auf und willÖl zurückdrängen mit seiner Rechten.

💡 Andacht
17

Eisen schärft Eisen, ebenso schärft ein Mann den andern.

💡 Andacht
18

Wer des Feigenbaums wartet, genießt dessen Frucht, und wer seinem Herrn aufmerksam dient, wird geehrt.

💡 Andacht
19

Wie das Wasser das Angesicht, so spiegelt ein Menschenherz das andere wieder.

💡 Andacht
20

Totenreich und Abgrund kriegen nie genug; so sind auch die Augen der Menschen unersättlich.

💡 Andacht
21

Der Tiegel ist für das Silber und der Ofen für das Gold; und der Mensch[wird geprüft] durch des Lobredners Mund.

💡 Andacht
22

Wenn du den Narren im Mörser mit der Keule zu Grütze zerstießest, so wiche doch seine Narrheit nicht von ihm.

💡 Andacht
23

Habe acht auf das Aussehen deiner Schafe und nimm dich deiner Herde an!

💡 Andacht
24

Denn kein Reichtum währt ewig; oder bleibt eine Krone von Geschlecht zu Geschlecht?

💡 Andacht
25

Das Heu wird weggeführt, dann erscheint junges Grün, und man sammelt die Kräuter auf den Bergen.

💡 Andacht
26

Die Lämmer kleiden dich, und die Böcke zahlen dir den Acker.

💡 Andacht
27

Du hast genug Ziegenmilch zu deiner Nahrung, zur Ernährung deines Hauses und zum Unterhalt für deine Mägde.

💡 Andacht