Hiob

Hiob 14

Schlachter 1951
1

Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe.

💡 Andacht
2

Wie eine Blume blüht er und verwelkt; gleich einem Schatten flieht er und hat keinen Bestand.

💡 Andacht
3

Undüber einem solchen tust du deine Augen auf und gehst mit mir ins Gericht?

💡 Andacht
4

Gibt es einen Reinen unter den Unreinen? Keinen einzigen!

💡 Andacht
5

Wenn doch seine Tage und die Zahl seiner Monde bei dir bestimmt sind und du ihm ein Ziel gesetzt hast, das er nichtüberschreiten kann,

💡 Andacht
6

so schaue doch weg von ihm und laß ihn in Ruhe, bis er seines Tages froh werde wie ein Tagelöhner!

💡 Andacht
7

Denn für einen Baum ist Hoffnung vorhanden: wird er abgehauen, so sproßt er wieder, und sein Schößling bleibt nicht aus.

💡 Andacht
8

Wenn seine Wurzel in der Erde auch alt wird und sein Stumpf im Staub erstirbt,

💡 Andacht
9

so grünt er doch wieder vom Duft des Wassers und treibt Schosse hervor, als wäre er neu gepflanzt.

💡 Andacht
10

Der Mann aber stirbt und ist dahin, der Mensch vergeht, und wo ist er?

💡 Andacht
11

Wie Wasser zerrinnen aus dem See und ein Strom vertrocknet und versiegt,

💡 Andacht
12

also legt sich auch der Mensch nieder und steht nicht wieder auf; bis keine Himmel mehr sind, regen sie sich nicht und wachen nicht auf aus ihrem Schlaf.

💡 Andacht
13

O daß du mich doch im Scheol verstecktest, daß du mich verbärgest, bis dein Zorn sich wendet; daß du mir eine Frist setztest und dann meiner wieder gedächtest!

💡 Andacht
14

Wenn der Mensch stirbt, wird er wieder leben? Die ganze Zeit meines Kriegsdienstes würde ich harren, bis meine Ablösung käme.

💡 Andacht
15

Dann würdest du rufen, und ich würde dir antworten; nach dem Werk deiner Hände würdest du dich sehnen.

💡 Andacht
16

Nun aber zählst du meine Schritte. Achtest du nicht auf meine Sünde?

💡 Andacht
17

Versiegelt ist meineÜbertretung in einem Bündlein, und du hast zugeklebt meine Schuld.

💡 Andacht
18

Doch stürzen ja auch Berge ein und sinken dahin, und Felsen weichen von ihrem Ort, das Wasser höhlt Steine aus,

💡 Andacht
19

und die Flut schwemmt das Erdreich fort; also machst du auch die Hoffnung des Sterblichen zunichte;

💡 Andacht
20

duüberfällst ihn unaufhörlich, und er fährt dahin, du entstellst sein Angesicht und jagst ihn fort.

💡 Andacht
21

Ob seine Kinder zu Ehren kommen, weiß er nicht, und kommen sie herunter, so wird er dessen nicht gewahr.

💡 Andacht
22

Sein Fleisch empfindet nur seine eigenen Schmerzen, und seine Seele trauert nurüber sich selbst!

💡 Andacht