1. Mose

1. Mose 41

Schlachter 1951
1

Es begab sich aber nach zwei Jahren, da hatte der Pharao einen Traum, und siehe, er stand am Nil.

💡 Andacht
2

Und siehe, aus dem Nil stiegen sieben schöne und wohlgenährte Kühe herauf, die im Nilgras weideten.

💡 Andacht
3

Nach diesen aber stiegen sieben andere Kühe aus dem Nil herauf, von häßlicher Gestalt und magerem Leib; die traten neben die Kühe am Ufer des Nils.

💡 Andacht
4

Und die sieben häßlichen, mageren Kühe fraßen die sieben schönen, wohlgenährten Kühe. Da erwachte der Pharao.

💡 Andacht
5

Er schlief aber wieder ein und träumte zum zweitenmal, und siehe, da wuchsen siebenÄhren auf einem einzigen Halm, die waren voll und gut;

💡 Andacht
6

nach denselben aber siehe, da sproßten sieben dünne und vom Ostwind versengteÄhren.

💡 Andacht
7

Und die sieben dünnenÄhren verschlangen die sieben schweren und vollenÄhren. Da erwachte der Pharao und siehe, es war ein Traum!

💡 Andacht
8

Da sich aber sein Geist beunruhigte, ließ er am Morgen alleägyptischen Wahrsager und Weisen rufen und erzählte ihnen seinen Traum; aber da war keiner, der ihn dem Pharao auslegen konnte.

💡 Andacht
9

Da sprach der oberste Mundschenk zum Pharao: Ich gedenke heute meiner Sünde!

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10

Als der Pharaoüber seine Knechte zornig war und mich im Hause des Obersten der Leibwache in Gewahrsam legte, mitsamt dem obersten Bäcker,

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11

da träumte uns in der gleichen Nacht, mir und ihm, einem jeden ein Traum von besonderer Bedeutung.

💡 Andacht
12

Und daselbst war ein hebräischer Jüngling bei uns, ein Knecht des Obersten der Leibwache; dem erzählten wir es, und er legte uns unsre Träume aus, einem jeden ganz genau.

💡 Andacht
13

Und so wie er es uns auslegte, so ist es gekommen; mich hat man wieder in mein Amt eingesetzt, und ihn hat man gehängt.

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14

Da sandte der Pharao hin und ließ Joseph rufen. Und sie entließen ihn eilends aus dem Loch. Er aber ließ sich scheren und wechselte seine Kleider und ging zum Pharao hinein.

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15

Und der Pharao sprach zu Joseph: Ich habe einen Traum gehabt, aber es kann ihn niemand auslegen; nun vernahm ich von dir, wenn du einen Traum hörest, so legest du ihn auch aus.

💡 Andacht
16

Joseph antwortete dem Pharao und sprach: Nicht mir steht dies zu. Möge Gott antworten, was dem Pharao Heil bringt!

💡 Andacht
17

Da sprach der Pharao zu Joseph: Siehe, in meinem Traum stand ich am Ufer des Nils;

💡 Andacht
18

und siehe, da stiegen aus dem Nil sieben wohlgenährte Kühe von schöner Gestalt herauf, die im Nilgras weideten.

💡 Andacht
19

Und siehe, nach ihnen stiegen sieben andere Kühe herauf, geringe Ware, und von sehr häßlicher Gestalt und magerem Leib, wie ich in ganzÄgyptenland keine so häßlichen gesehen habe.

💡 Andacht
20

Und diese mageren, häßlichen Kühe fraßen die sieben ersten wohlgenährten Kühe.

💡 Andacht
21

Als sie aber die verschlungen hatten, merkte man nichts davon; denn sie waren so häßlich wie zuvor. Da erwachte ich.

💡 Andacht
22

Und ich sah weiter in meinem Traum, und siehe, sieben volle und guteÄhren wuchsen an einem einzigen Halme auf.

💡 Andacht
23

Und siehe, nach denselben sproßten sieben dürre, magere und vom Ostwind versengteÄhren hervor;

💡 Andacht
24

und die sieben magerenÄhren verschlangen die sieben guten. Solches habe ich den Schriftkundigen erzählt, aber keiner kann es mir erklären.

💡 Andacht
25

Da sprach Joseph zum Pharao: Was dem Pharao geträumt hat, ist eins: Gott hat dem Pharao angezeigt, was er tun will.

💡 Andacht
26

Die sieben guten Kühe sind sieben Jahre, und die sieben gutenÄhren sind auch sieben Jahre; es ist einerlei Traum.

💡 Andacht
27

Die sieben mageren und häßlichen Kühe, die nach jenen heraufkamen, sind sieben Jahre; desgleichen die sieben leeren, vom Ostwind versengtenÄhren; es werden sieben Hungerjahre sein.

💡 Andacht
28

Darum sagte ich zu dem Pharao, Gott habe dem Pharao gezeigt, was er tun will.

💡 Andacht
29

Siehe, es kommen sieben Jahre, da wird großerÜberfluß in ganzÄgyptenland herrschen;

💡 Andacht
30

aber nach denselben werden sieben Hungerjahre eintreten, da man all diesenÜberfluß im LandeÄgypten vergessen wird;

💡 Andacht
31

und die Hungersnot wird das Land aufzehren, daß man nichts mehr merken wird von demÜberfluß, infolge der Hungersnot, die hernach kommt; denn sie wird sehr drückend sein.

💡 Andacht
32

Daß es aber dem Pharao zum zweitenmal geträumt hat, das bedeutet, daß das Wort gewiß von Gott kommt, und daß Gott es eilends ausführen wird.

💡 Andacht
33

Und nun sehe der Pharao nach einem verständigen und weisen Mann und setze ihnüberÄgyptenland;

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34

der Pharao verschaffe und setze Aufseherüber das Land und lasse in den sieben Jahren desÜberflusses den fünften Teil[der Ernte] vom LandeÄgypten erheben.

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35

Also soll man alle Nahrung dieser sieben künftigen guten Jahre sammeln und Getreide aufspeichern zur Verfügung des Pharaos, und solche Nahrung in den Städten verwahren.

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36

Und diese Nahrung soll dem Land als Vorrat dienen für die sieben Hungerjahre, welche inÄgyptenland eintreten werden, daß das Land durch die Hungersnot nicht entvölkert werde.

💡 Andacht
37

Diese Rede gefiel dem Pharao und allen seinen Knechten wohl.

💡 Andacht
38

Und der Pharao sprach zu seinen Knechten: Können wir einen Mann finden wie diesen, in welchem der Geist Gottes ist?

💡 Andacht
39

Der Pharao sprach zu Joseph: Nachdem Gott dir solches alles kundgetan hat, ist keiner so verständig und weise wie du!

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40

Du sollstüber mein Haus sein, und deinem Befehl soll mein ganzes Volk gehorchen; nur um den Thron will ich höher sein als du.

💡 Andacht
41

Weiter sprach der Pharao zu Joseph: Siehe, ich habe dichüber ganzÄgyptenland gesetzt!

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42

Und der Pharao nahm den Siegelring von seiner Hand und steckte ihn an Josephs Hand und bekleidete ihn mit weißer Leinwand und legte eine goldene Kette um seinen Hals

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43

und ließ ihn auf seinem zweiten Wagen fahren; und man rief vor ihm aus:«Beugt eure Knie!» Und also wurde erüber ganzÄgyptenland gesetzt.

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44

Und der Pharao sprach zu Joseph: Ich bin der Pharao, und ohne dich soll niemand in ganzÄgyptenland die Hand oder den Fuß erheben!

💡 Andacht
45

Und der Pharao nannte den Joseph Zaphenat-Paneach und gab ihm Asnath, die Tochter Potipheras, des Priesters zu On, zum Weibe.

💡 Andacht
46

Und Joseph zog aus durch ganzÄgyptenland. Er war aber dreißig Jahre alt, da er vor dem Pharao stand. Und er ging vom Pharao aus und bereiste ganzÄgyptenland.

💡 Andacht
47

Und das Land trug in den sieben Jahren desÜberflusses haufenweise.

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48

Und er sammelte allen Ertrag der sieben Jahre, in denen inÄgyptenlandÜberfluß herrschte, und tat die Nahrungsmittel in die Städte; nämlich den Ertrag der Felder rings um die Städte brachte er in diese.

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49

Und Joseph speicherte Getreide auf wie Sand am Meer, bis er es nicht mehr messen konnte; denn es war unermeßlich viel.

💡 Andacht
50

Ehe aber die teure Zeit kam, wurden Joseph zwei Söhne geboren; die gebar ihm Asnath, die Tochter Potipheras, des Priesters zu On.

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51

Und Joseph nannte den Erstgebornen Manasse; denn er sprach: Gott hat mich vergessen lassen alle meine Mühsal und das ganze Haus meines Vaters.

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52

Den zweiten aber nannte er Ephraim; denn er sprach: Gott hat mich fruchtbar gemacht im Lande meines Elends.

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53

Als nun die sieben Jahre desÜberflusses im LandeÄgypten verflossen waren,

💡 Andacht
54

da brachen die sieben Hungerjahre an, wie Joseph vorausgesagt hatte. Und es entstand eine Hungersnot in allen Ländern; aber in ganzÄgyptenland war Brot.

💡 Andacht
55

Und alsÄgypten Hunger litt und das Volk zum Pharao um Brot schrie, da sprach der Pharao zu allenÄgyptern: Geht hin zu Joseph; was er euch sagen wird, das tut!

💡 Andacht
56

Und da die Hungersnot im ganzen Lande herrschte, tat Joseph alle[Kornspeicher] auf und verkaufte denÄgyptern Getreide; denn die Hungersnot nahmüberhand inÄgyptenland.

💡 Andacht
57

Und alle Welt kam nachÄgypten, um bei Joseph Korn zu kaufen; denn es herrschte allenthalben große Hungersnot.

💡 Andacht