Jakobus

Jakobus 1

Schlachter 1951
1

Jakobus, Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus, grüßt die zwölf Stämme, die in der Zerstreuung sind!

💡 Andacht
2

Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet,

💡 Andacht
3

da ihr ja wisset, daß die Bewährung eures Glaubens Geduld wirkt.

💡 Andacht
4

Die Geduld aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und ganz seiet und es euch an nichts mangle.

💡 Andacht
5

Wenn aber jemandem unter euch Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden.

💡 Andacht
6

Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, gleicht der Meereswoge, die vom Winde hin und her getrieben wird.

💡 Andacht
7

Ein solcher Mensch denke nicht, daß er etwas von dem Herrn empfangen werde.

💡 Andacht
8

Ein Mann mit geteiltem Herzen ist unbeständig in allen seinen Wegen.

💡 Andacht
9

Der Bruder aber, welcher niedrig gestellt ist, soll sich seiner Hoheit rühmen,

💡 Andacht
10

der Reiche dagegen seiner Niedrigkeit; denn wie eine Blume des Grases wird er vergehen.

💡 Andacht
11

Denn kaum ist die Sonne mit ihrer Hitze aufgegangen, so verdorrt das Gras, und seine Blume fällt ab, und seine schöne Gestalt vergeht; so wird auch der Reiche in seinen Wegen verwelken.

💡 Andacht
12

Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er sich bewährt hat, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche Gott denen verheißen hat, die ihn lieben!

💡 Andacht
13

Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott ist unangefochten vom Bösen; er selbst versucht aber auch niemand.

💡 Andacht
14

Sondern ein jeder wird versucht, wenn er von seiner eigenen Lust gereizt und gelockt wird.

💡 Andacht
15

Darnach, wenn die Lust empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.

💡 Andacht
16

Irret euch nicht, meine lieben Brüder:

💡 Andacht
17

Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei welchem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel.

💡 Andacht
18

Nach seinem Willen hat er uns erzeugt durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien.

💡 Andacht
19

Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam aber zum Reden, langsam zum Zorn;

💡 Andacht
20

denn des Menschen Zorn wirkt nicht Gottes Gerechtigkeit!

💡 Andacht
21

Darum leget allen Schmutz und Vorrat von Bosheit ab und nehmet mit Sanftmut das[euch] eingepflanzte Wort auf, welches eure Seelen retten kann!

💡 Andacht
22

Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein, womit ihr euch selbst betrügen würdet.

💡 Andacht
23

Denn wer[nur] Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Manne, der sein natürliches Angesicht im Spiegel beschaut;

💡 Andacht
24

er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er gestaltet war.

💡 Andacht
25

Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und dabei bleibt, nicht als vergeßlicher Hörer, sondern als wirklicher Täter, der wird selig sein in seinem Tun.

💡 Andacht
26

Wenn jemand fromm zu sein meint, seine Zunge aber nicht im Zaum hält, sondern sein Herz betrügt, dessen Frömmigkeit ist wertlos.

💡 Andacht
27

Reine und makellose Frömmigkeit vor Gott dem Vater ist es, Waisen und Witwen in ihrer Trübsal zu besuchen und sich von der Welt unbefleckt zu erhalten.

💡 Andacht