Galater

Galater 4

Schlachter 1951
1

Ich sage aber: Solange der Erbe unmündig ist, besteht zwischen ihm und einem Knechte kein Unterschied obwohl er Herr aller Güter ist;

💡 Andacht
2

sondern er steht unter Vormündern und Verwaltern bis zu der vom Vater festgesetzten Zeit.

💡 Andacht
3

Ebenso waren auch wir, als wir noch unmündig waren, den Elementen der Welt als Knechte unterworfen.

💡 Andacht
4

Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott Seinen Sohn, von einem Weibe geboren und unter das Gesetz getan,

💡 Andacht
5

damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, auf daß wir das Sohnesrecht empfingen.

💡 Andacht
6

Weil ihr denn Söhne seid, hat Gott den Geist Seines Sohnes in eure Herzen gesandt, der schreit: Abba, Vater!

💡 Andacht
7

So bist du also nicht mehr Knecht, sondern Sohn; wenn aber Sohn, dann auch Erbe Gottes durch Christus.

💡 Andacht
8

Damals aber, als ihr Gott nicht kanntet, dientet ihr denen, die von Natur nicht Götter sind.

💡 Andacht
9

Nun aber, da ihr Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wie möget ihr euch wiederum den schwachen und armseligen Elementen zuwenden, denen ihr von neuem dienen wollt?

💡 Andacht
10

Ihr beobachtet Tage und Monate und[heilige] Zeiten und Jahre.

💡 Andacht
11

Ich fürchte für euch, daß ich am Ende vergeblich um euch gearbeitet habe.

💡 Andacht
12

Werdet doch wie ich, denn ich bin wie ihr. Ich bitte euch, meine Brüder! Ihr habt mir nichts zuleide getan;

💡 Andacht
13

ihr wisset aber, daß ich bei leiblicher Schwachheit euch zum erstenmal das Evangelium verkündigt habe.

💡 Andacht
14

Und ihr habt die mir am Fleische widerfahrene Anfechtung nicht gering angeschlagen oder gar verabscheut, sondern wie einen Engel Gottes nahmet ihr mich auf, wie Christus Jesus.

💡 Andacht
15

Was ist nun aus eurer Glückseligkeit geworden? Denn ich gebe euch das Zeugnis, daß ihr wenn möglich eure Augen ausgerissen und mir gegeben hättet.

💡 Andacht
16

Bin ich also euer Feind geworden, weil ich euch die Wahrheit sage?

💡 Andacht
17

Sie eifern um euch nicht in edler Weise, sondern wollen euch ausschließen, damit ihr um sie eifert.

💡 Andacht
18

Eifern ist gut, wenn es für das Gute geschieht, und zwar allezeit, nicht nur in meiner Gegenwart bei euch.

💡 Andacht
19

Meine Kindlein, um die ich abermals Geburtswehen leide, bis daß Christus in euch Gestalt gewinnt

💡 Andacht
20

wie gerne wollte ich jetzt bei euch sein und meine Stimme wandeln, denn ich weiß nicht, wo ich mit euch daran bin.

💡 Andacht
21

Saget mir, die ihr unter dem Gesetz sein wollt: höret ihr das Gesetz nicht?

💡 Andacht
22

Es steht doch geschrieben, daß Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Sklavin, den andern von der Freien.

💡 Andacht
23

Der von der Sklavin war nach dem Fleisch geboren, der von der Freien aber kraft der Verheißung.

💡 Andacht
24

Das hat einen bildlichen Sinn: Es sind zwei Bündnisse; das eine von dem Berge Sinai, das zur Knechtschaft gebiert, das ist Hagar.

💡 Andacht
25

Denn«Hagar» bedeutet in Arabien den Berg Sinai und entspricht dem jetzigen Jerusalem, weil dieses samt seinen Kindern in Knechtschaft ist.

💡 Andacht
26

Das obere Jerusalem aber ist frei, und dieses ist unsere Mutter.

💡 Andacht
27

Denn es steht geschrieben:«Freue dich, Unfruchtbare, die du nicht gebierst; brich in Jubel aus und schreie, die du nicht in Wehen liegst, denn die Vereinsamte hat mehr Kinder als die, welche den Mann hat.»

💡 Andacht
28

Wir aber, Brüder, sind nach der Weise des Isaak Kinder der Verheißung.

💡 Andacht
29

Doch gleichwie damals der nach dem Fleisch Geborene den nach dem Geist[Geborenen] verfolgte, so auch jetzt.

💡 Andacht
30

Was sagt aber die Schrift:«Stoße aus die Sklavin und ihren Sohn! Denn der Sohn der Sklavin soll nicht erben mit dem Sohn der Freien.»

💡 Andacht
31

So sind wir also, meine Brüder, nicht Kinder der Sklavin, sondern der Freien.

💡 Andacht