Lukas

Lukas 22

Schlachter 1951
1

Es nahte aber das Fest der ungesäuerten Brote, welches man Passah nennt.

💡 Andacht
2

Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten darnach, wie sie ihn umbringen könnten; denn sie fürchteten das Volk.

💡 Andacht
3

Es fuhr aber der Satan in Judas, genannt Ischariot, der aus der Zahl der Zwölf war.

💡 Andacht
4

Und er ging hin und besprach mit den Hohenpriestern und den Hauptleuten, wie er ihnen Jesus ausliefern wollte.

💡 Andacht
5

Und sie wurden froh und kamenüberein, ihm Geld zu geben.

💡 Andacht
6

Und er versprach es und suchte eine gute Gelegenheit, um ihn ohne Volksauflauf an sie auszuliefern.

💡 Andacht
7

Es kam aber der Tag der ungesäuerten Brote, da man das Passah schlachten mußte.

💡 Andacht
8

Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Gehet hin, bereitet uns das Passah, damit wir es essen!

💡 Andacht
9

Sie aber sprachen: Wo willst du, daß wir es bereiten?

💡 Andacht
10

Er aber sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr in die Stadt hineinkommet, so wird euch ein Mensch begegnen, der einen Krug mit Wasser trägt; dem folget in das Haus, in das er hineingeht,

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11

und sprechet zu dem Hausherrn: Der Meister läßt dir sagen: Wo ist die Herberge, in der ich das Passah mit meinen Jüngern essen kann?

💡 Andacht
12

Und jener wird euch einen großen, mit Polstern belegten Saal zeigen; daselbst bereitet es zu.

💡 Andacht
13

Sie gingen hin und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passah.

💡 Andacht
14

Und als die Stunde kam, setzte er sich zu Tische und die zwölf Apostel mit ihm.

💡 Andacht
15

Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich leide.

💡 Andacht
16

Denn ich sage euch, ich werde es nicht mehr essen, bis es erfüllt sein wird im Reiche Gottes.

💡 Andacht
17

Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmet diesen und teilet ihn unter euch!

💡 Andacht
18

Denn ich sage euch, ich werde hinfort nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken, bis das Reich Gottes gekommen ist.

💡 Andacht
19

Und er nahm das Brot, dankte, brach es, gab es ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis!

💡 Andacht
20

ebenso auch den Kelch nach dem Mahle und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blute, das für euch vergossen wird.

💡 Andacht
21

Doch siehe, die Hand dessen, der mich verrät, ist mit mir auf dem Tische.

💡 Andacht
22

Denn des Menschen Sohn geht zwar dahin, wie es bestimmt ist; aber wehe dem Menschen, durch welchen er verraten wird!

💡 Andacht
23

Und sie fingen an, sich untereinander zu befragen, welcher von ihnen es wohl wäre, der solches tun würde.

💡 Andacht
24

Es entstand aber auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen für den Größten zu halten sei.

💡 Andacht
25

Er aber sagte zu ihnen: Die Könige der Völker herrschenüber sie, und ihre Gewalthaber heißt man Wohltäter.

💡 Andacht
26

Ihr aber nicht also; sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste, und der Gebieter wie der Diener.

💡 Andacht
27

Denn wer ist größer: wer zu Tische sitzt, oder der Diener? Ist es nicht der, welcher zu Tische sitzt? Ich aber bin mitten unter euch wie der Diener.

💡 Andacht
28

Ihr aber seid die, welche bei mir ausgeharrt haben in meinen Anfechtungen.

💡 Andacht
29

Und ich verordne euch, wie mir mein Vater das Reich verordnet hat,

💡 Andacht
30

daß ihr an meinem Tische in meinem Reiche essen und trinken und auf Thronen sitzen sollt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.

💡 Andacht
31

Es sprach aber der Herr: Simon, Simon, siehe, der Satan hat euch begehrt, um euch zu sichten wie den Weizen;

💡 Andacht
32

ich aber habe für dich gebetet, daß dein Glaube nicht aufhöre; und wenn du dich dereinst bekehrst, so stärke deine Brüder!

💡 Andacht
33

Er aber sprach zu ihm: Herr, ich bin bereit, mit dir ins Gefängnis und in den Tod zu gehen!

💡 Andacht
34

Er aber sprach: Ich sage dir, Petrus, der Hahn wird heute nicht krähen, ehe du dreimal geleugnet hast, daß du mich kennst!

💡 Andacht
35

Und er sprach zu ihnen: Als ich euch aussandte ohne Beutel und Tasche und Schuhe, hat euch etwas gemangelt? Sie sprachen: Nichts!

💡 Andacht
36

Nun sprach er zu ihnen: Aber jetzt, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, gleicherweise auch die Tasche; und wer es nicht hat, der verkaufe sein Kleid und kaufe ein Schwert.

💡 Andacht
37

Denn ich sage euch, auch dieses Schriftwort muß sich an mir erfüllen:«Und er ist unter dieÜbeltäter gerechnet worden.» Denn was sich auf mich bezieht, das geht in Erfüllung!

💡 Andacht
38

Sie sprachen: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter! Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug!

💡 Andacht
39

Und er ging hinaus und begab sich nach seiner Gewohnheit an denÖlberg. Es folgten ihm aber auch die Jünger.

💡 Andacht
40

Und als er an den Ort gekommen war, sprach er zu ihnen: Betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet!

💡 Andacht
41

Und er riß sich von ihnen los, ungefähr einen Steinwurf weit, kniete nieder, betete

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42

und sprach: Vater, wenn du willst, so nimm diesen Kelch von mir! Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!

💡 Andacht
43

Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.

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44

Und er geriet in Todesangst und betete inbrünstiger; und sein Schweiß wurde wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen.

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45

Und als er vom Gebet aufstand und zu seinen Jüngern kam, fand er sie schlafend vor Traurigkeit.

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46

Und er sprach zu ihnen: Was schlafet ihr? Stehet auf und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet!

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47

Während er aber noch redete, siehe, da kam eine Schar, und der, welcher Judas hieß, einer der Zwölf, ging vor ihnen her und näherte sich Jesus, um ihn zu küssen.

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48

Jesus aber sprach zu ihm: Judas, mit einem Kuß verrätst du des Menschen Sohn?

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49

Als nun seine Begleiter sahen, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: Herr, sollen wir mit dem Schwerte dreinschlagen?

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50

Und einer von ihnen schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm sein rechtes Ohr ab.

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51

Da antwortete Jesus und sprach: Lasset es hierbei bewenden! Und er rührte das Ohr an und heilte ihn.

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52

Es sprach aber Jesus zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels und denÄltesten, die an ihn herangetreten waren: Wie gegen einen Räuber seid ihr ausgezogen mit Schwertern und mit Stöcken!

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53

Als ich täglich bei euch im Tempel war, habt ihr die Hand nicht gegen mich ausgestreckt. Aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis.

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54

Nachdem sie ihn nun festgenommen hatten, führten sie ihn ab und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters. Petrus aber folgte von ferne.

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55

Da sie aber mitten im Hof ein Feuer angezündet hatten und beisammen saßen, setzte sich Petrus mitten unter sie.

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56

Es sah ihn aber eine Magd beim Feuer sitzen, schaute ihn an und sprach: Der war auch mit ihm!

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57

Er aber leugnete und sprach: Weib, ich kenne ihn nicht!

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58

Und bald darnach sah ihn ein anderer und sprach: Du bist auch einer von ihnen! Petrus aber sprach: Mensch, ich bin's nicht!

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59

Und nach einer Weile von ungefähr einer Stunde bekräftigte es ein anderer und sprach: Wahrhaftig, der war auch mit ihm; denn er ist ein Galiläer!

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60

Petrus aber sprach: Mensch, ich weiß nicht, was du sagst! Und alsbald, während er noch redete, krähte der Hahn.

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61

Und der Herr wandte sich um und sah Petrus an. Da erinnerte sich Petrus an das Wort des Herrn, das er zu ihm gesprochen hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen!

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62

Und er ging hinaus und weinte bitterlich.

💡 Andacht
63

Die Männer aber, die Jesus festhielten, verspotteten und mißhandelten ihn;

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64

sie verhüllten ihn, schlugen ihn ins Angesicht, fragten ihn und sprachen: Weissage uns, wer ist's, der dich geschlagen hat?

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65

Und viele andere Lästerungen sprachen sie gegen ihn aus.

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66

Und als es Tag geworden, versammelten sich dieÄltesten des Volkes, die Hohenpriester und Schriftgelehrten, und führten ihn ab vor ihren Hohen Rat;

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67

und sie sprachen: Bist du der Christus? Sage es uns! Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich es euch sagte, so würdet ihr es nicht glauben;

💡 Andacht
68

wenn ich aber auch fragte, so würdet ihr mir nicht antworten.

💡 Andacht
69

Von nun an aber wird des Menschen Sohn sitzen zur Rechten der Kraft Gottes.

💡 Andacht
70

Da sprachen sie alle: Bist du also der Sohn Gottes? Er aber sprach zu ihnen: Ihr saget, was ich bin!

💡 Andacht
71

Da sprachen sie: Was bedürfen wir weiter Zeugnis? Denn wir selbst haben es aus seinem Munde gehört.

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