Markus

Markus 6

Schlachter 1951
1

Und er zog von dannen und kam in seine Vaterstadt; und seine Jünger folgten ihm nach.

💡 Andacht
2

Und als der Sabbat kam, fing er an in der Synagoge zu lehren; und die vielen, die zuhörten, erstaunten und sprachen: Woher kommt diesem solches? Und was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist, und geschehen solche Taten durch seine Hände?

💡 Andacht
3

Ist er nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria, der Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Und sind nicht seine Schwestern hier bei uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm.

💡 Andacht
4

Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet ist nirgends verachtet außer in seiner Vaterstadt und bei seinen Verwandten und in seinem Hause.

💡 Andacht
5

Und er konnte daselbst kein Wunder tun, außer daß er wenigen Kranken die Hände auflegte und sie heilte.

💡 Andacht
6

Und er verwunderte sich wegen ihres Unglaubens und zog durch die Dörfer ringsumher und lehrte.

💡 Andacht
7

Und er rief die Zwölf zu sich und fing an, sie je zwei und zwei auszusenden, und gab ihnen Machtüber die unreinen Geister.

💡 Andacht
8

Und er befahl ihnen, sie sollten nichts auf den Weg nehmen als nur einen Stab, keine Tasche, kein Brot, kein Geld im Gürtel,

💡 Andacht
9

sondern nur Sandalen an den Füßen tragen und nicht zwei Röcke anziehen.

💡 Andacht
10

Und er sprach zu ihnen: Wo ihr in ein Haus eintretet, da bleibet, bis ihr von dannen ziehet.

💡 Andacht
11

Und wenn ein Ort euch nicht aufnimmt und man euch nicht hören will, da zieht von dannen und schüttelt den Staub von euren Füßen, ihnen zum Zeugnis.

💡 Andacht
12

Und sie gingen und predigten, man solle Buße tun,

💡 Andacht
13

und trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mitÖl und heilten sie.

💡 Andacht
14

Und der König Herodes hörte das(denn sein Name ward bekannt), und er sprach: Johannes der Täufer ist von den Toten auferstanden; darum wirken die Wunderkräfte durch ihn!

💡 Andacht
15

Andere aber sprachen: Es ist Elia; wieder andere: Es ist ein Prophet oder wie einer der Propheten.

💡 Andacht
16

Da es also Herodes hörte, sprach er: Es ist Johannes, den ich enthauptet habe; der ist[von den Toten] auferstanden!

💡 Andacht
17

Denn er, Herodes, hatte ausgesandt und Johannes greifen und ihn im Gefängnis binden lassen, wegen Herodias, des Weibes seines Bruders Philippus, weil er sie zur Frau genommen hatte.

💡 Andacht
18

Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Es ist dir nicht erlaubt, deines Bruders Weib zu haben!

💡 Andacht
19

Herodias aber stellte ihm nach und wollte ihn töten, und sie vermochte es nicht.

💡 Andacht
20

Denn Herodes fürchtete den Johannes, weil er wußte, daß er ein gerechter und heiliger Mann war, und er bewachte ihn und gehorchte ihm in manchem und hörte ihn gern.

💡 Andacht
21

Als aber ein gelegener Tag kam, da Herodes seinen Großen und Obersten und den Vornehmsten des galiläischen Landes an seinem Geburtstag ein Gastmahl gab,

💡 Andacht
22

da trat die Tochter der Herodias herein und tanzte. Das gefiel dem Herodes und denen, die mit ihm zu Tische saßen. Da sprach der König zu dem Mädchen: Erbitte von mir, was du willst, so will ich es dir geben!

💡 Andacht
23

Und er schwur ihr: Was du auch von mir erbitten wirst, das will ich dir geben, bis zur Hälfte meines Königreichs.

💡 Andacht
24

Da ging sie hinaus und sprach zu ihrer Mutter: Was soll ich erbitten? Diese aber sprach: Das Haupt Johannes des Täufers!

💡 Andacht
25

Und alsbald ging sie eilends zum König hinein, bat und sprach: Ich will, daß du mir gäbest jetzt gleich auf einer Schüssel das Haupt Johannes des Täufers!

💡 Andacht
26

Da ward der König sehr betrübt; doch um des Eides und um derer willen, die mit ihm zu Tische saßen, wollte er sie nicht abweisen.

💡 Andacht
27

Und der König schickte alsbald einen von der Wache hin und befahl, sein Haupt zu bringen.

💡 Andacht
28

Dieser ging hin und enthauptete ihn im Gefängnis und brachte sein Haupt auf einer Schüssel und gab es dem Mädchen, und das Mädchen gab es seiner Mutter.

💡 Andacht
29

Und als seine Jünger es hörten, kamen sie und nahmen seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab.

💡 Andacht
30

Und die Apostel versammelten sich bei Jesus und verkündigten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.

💡 Andacht
31

Und er sprach zu ihnen: Kommet ihr allein abseits an einen einsamen Ort und ruhet ein wenig! Denn es waren viele, die ab und zugingen, und sie hatten nicht einmal Zeit zu essen.

💡 Andacht
32

Und sie fuhren allein zu Schiff an einen einsamen Ort.

💡 Andacht
33

Und viele sahen sie wegfahren und merkten es; und sie liefen aus allen Städten zu Fuß dort zusammen und kamen ihnen zuvor.

💡 Andacht
34

Und als Jesus ausstieg, sah er eine große Menge Volks und hatte Erbarmen mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben; und er fing an, sie vieles zu lehren.

💡 Andacht
35

Und als nun der Tag fast dahin war, traten seine Jünger zu ihm und sagten: Dieser Ort istöde, und der Tag ist fast dahin.

💡 Andacht
36

Entlasse sie, damit sie in die Gehöfte und Dörfer ringsumher gehen und sich Brot kaufen; denn sie haben nichts zu essen.

💡 Andacht
37

Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebet ihr ihnen zu essen! Und sie sprachen zu ihm: Sollen wir hingehen und für zweihundert Denare Brot kaufen und ihnen zu essen geben?

💡 Andacht
38

Er aber sprach zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Gehet hin und sehet! Und als sie es erkundigt hatten, sprachen sie: Fünf, und zwei Fische.

💡 Andacht
39

Und er befahl ihnen, daß sich alle nach Tischgesellschaften ins grüne Gras setzen sollten.

💡 Andacht
40

Und sie setzten sich gruppenweise, zu hundert und zu fünfzig.

💡 Andacht
41

Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel empor und dankte, brach die Brote und gab sie seinen Jüngern, damit sie sie ihnen vorlegten; auch die zwei Fische teilte er unter alle.

💡 Andacht
42

Und sie aßen alle und wurden satt.

💡 Andacht
43

Und sie hoben auf an Brocken zwölf Körbe voll, und von den Fischen.

💡 Andacht
44

Und die, welche die Brote gegessen hatten, waren fünftausend Männer.

💡 Andacht
45

Und alsbald nötigte er seine Jünger, in das Schiff zu steigen und vor ihm ans jenseitige Ufer, nach Bethsaida, voraus zu fahren, bis er das Volk entlassen hätte.

💡 Andacht
46

Und nachdem er sie verabschiedet hatte, ging er auf einen Berg, um zu beten.

💡 Andacht
47

Und als es Abend geworden, war das Schiff mitten auf dem Meere und er allein auf dem Lande.

💡 Andacht
48

Und er sah, daß sie beim Rudern Not litten; denn der Wind war ihnen entgegen. Und um die vierte Nachtwache kommt er zu ihnen, auf dem Meere wandelnd; und er wollte bei ihnen vorübergehen.

💡 Andacht
49

Als sie ihn aber auf dem Meere wandeln sahen, meinten sie, es sei ein Gespenst, und schrieen.

💡 Andacht
50

Denn sie sahen ihn alle und erschraken. Er aber redete alsbald mit ihnen und sprach: Seid getrost! Ich bin's; fürchtet euch nicht!

💡 Andacht
51

Und er stieg zu ihnen in das Schiff, und der Wind legte sich. Und sie erstaunten bei sich selbstüber die Maßen und verwunderten sich.

💡 Andacht
52

Denn sie waren nicht verständig geworden durch die Brote; denn ihr Herz war verhärtet.

💡 Andacht
53

Und sie fuhren hinüber ans Land, kamen nach Genezareth und landeten dort.

💡 Andacht
54

Und als sie aus dem Schiffe traten, erkannten die Leute ihn alsbald,

💡 Andacht
55

durchliefen die ganze umliegende Landschaft und fingen an, die Kranken auf den Betten dorthin zu tragen, wo sie hörten, daß er sei.

💡 Andacht
56

Und wo er in Dörfer oder Städte oder Gehöfte einkehrte, da legten sie die Kranken auf die freien Plätze und baten ihn, daß sie nur den Saum seines Kleides anrühren dürften. Und so viele ihn anrührten, die wurden gesund.

💡 Andacht