Prediger

Prediger 7

Schlachter 1951
1

Ein guter Name ist besser als Wohlgeruch, und der Tag des Todes ist besser als der Tag der Geburt.

💡 Andacht
2

Besser, man gehe ins Trauerhaus als ins Trinkhaus; denn dort ist das Ende aller Menschen, und der Lebendige nimmt es zu Herzen.

💡 Andacht
3

Verdruß ist besser als Lachen; denn wenn das Angesicht traurig ist, so wird das Herz gebessert.

💡 Andacht
4

Das Herz der Weisen ist im Trauerhaus; aber das Herz der Narren im Haus der Freude.

💡 Andacht
5

Es ist besser, man höre auf das Schelten des Weisen, als daß man lausche dem Gesang der Narren!

💡 Andacht
6

Denn das Lachen des Narren ist wie das Knistern der Dornen unter dem Topf; es ist ebenso eitel!

💡 Andacht
7

Denn Gewalttätigkeit betört den Weisen, und Bestechung verderbt das Herz.

💡 Andacht
8

Besser ist der Ausgang einer Sache als ihr Anfang, besser ein Langmütiger als ein Hochmütiger.

💡 Andacht
9

Laß dich nicht schnell zum Zorn undÄrger reizen; denn derÄrger wohnt im Busen der Toren.

💡 Andacht
10

Sprich nicht: Wie kommt es, daß die frühern Tage besser waren als diese? Denn nicht aus Weisheit fragst du so!

💡 Andacht
11

Weisheit ist so gut wie ein Erbe und ein Vorteil für die, welche die Sonne sehen.

💡 Andacht
12

Denn die Weisheit gewährt Schutz, und auch das Geld gewährt Schutz; aber der Vorzug der Erkenntnis ist der, daß die Weisheit ihrem Besitzer das Leben erhält.

💡 Andacht
13

Betrachte das Werk Gottes! Wer kann gerade machen, was er krümmt?

💡 Andacht
14

Am guten Tage sei guter Dinge, und am bösen Tage bedenke: auch diesen hat Gott gemacht gleich wie jenen, wie ja der Mensch auch gar nicht erraten kann, was nach demselben kommt.

💡 Andacht
15

Allerlei habe ich gesehen in den Tagen meiner Eitelkeit: Da ist ein Gerechter, welcher umkommt in seiner Gerechtigkeit, und dort ist ein Gottloser, welcher lange lebt in seiner Bosheit.

💡 Andacht
16

Sei nicht allzu gerecht und erzeige dich nichtübermäßig weise! Warum willst du dich selbst verderben?

💡 Andacht
17

Werde aber auch nicht allzu verwegen und sei kein Narr! Warum willst du vor der Zeit sterben?

💡 Andacht
18

Es ist am besten, du hältst das eine fest und lässest auch das andere nicht aus der Hand; denn wer Gott fürchtet, der entgeht dem allem.

💡 Andacht
19

Die Weisheit macht den Weisen stärker als zehn Gewaltige, die in der Stadt sind.

💡 Andacht
20

Weil kein Mensch auf Erden so gerecht ist, daß er Gutes tut, ohne zu sündigen,

💡 Andacht
21

so höre auch nicht auf alle Worte, die man dir hinterbringt, und nimm sie nicht zu Herzen, damit du nicht deinen eigenen Knecht dir fluchen hörest!

💡 Andacht
22

Denn wie oftmals(das weiß dein Herz) hast auch du andern geflucht!

💡 Andacht
23

Dies alles habe ich der Weisheit zur Prüfung vorgelegt. Ich sprach: Ich will weise werden! Aber sie blieb fern von mir.

💡 Andacht
24

Wie weit entfernt ist das, was geschehen ist, und tief, ja, tief verborgen! Wer will es ausfindig machen?

💡 Andacht
25

Ich ging herum, und mein Herz war dabei, zu erkennen und zu erforschen und zu fragen nach Weisheit und dem Endergebnis, aber auch kennen zu lernen, wie dumm die Gottlosigkeit und wie toll die Narrheit ist;

💡 Andacht
26

und nun finde ich, bitterer als der Tod ist das Weib, deren Herz ein Fangnetz ist und deren Hände Fesseln sind; wer Gott gefällt, wird ihr entrinnen, wer aber sündigt, wird von ihr gefangen.

💡 Andacht
27

Siehe, das habe ich gefunden, sprach der Prediger, indem ich eins ums andere prüfte, um zum Endergebnis zu kommen.

💡 Andacht
28

Was aber meine Seele noch immer sucht, habe ich nicht gefunden; einen Mann habe ich unter Tausenden gefunden; aber ein Weib habe ich unter diesen allen nicht gefunden!

💡 Andacht
29

Nur allein, siehe, das habe ich gefunden, daß Gott den Menschen aufrichtig gemacht hat; sie aber suchen viele Künste.

💡 Andacht