Prediger

Prediger 10

Schlachter 1951
1

Giftige Fliegen machen dasÖl des Salbenbereiters stinkend und faulend; ein wenig Torheit kommt teurer zu stehen als Weisheit und Ehre!

💡 Andacht
2

Der Weise trägt sein Herz auf dem rechten Fleck, der Narr hat es am unrechten Ort;

💡 Andacht
3

auf welchem Wege der Narr auch gehen mag, es fehlt ihmüberall an Verstand, und er sagt jedermann, daß er ein Tor sei.

💡 Andacht
4

Wenn der Zorn des Herrschers gegen dich entbrennt, so verlaße deinen Posten nicht; denn Gelassenheit verhütet große Sünden.

💡 Andacht
5

Es gibt einÜbel, das ich unter der Sonne sah, wie ein Mißgriff, von einem Machthaber getan:

💡 Andacht
6

Die Torheit ward auf große Höhen gestellt, und Reiche mußten unten bleiben;

💡 Andacht
7

ich sah Knechte auf Pferden, und Fürsten gingen wie Knechte zu Fuß.

💡 Andacht
8

Wer eine Grube gräbt, fällt hinein; und wer eine Mauer einreißt, den wird eine Schlange beißen.

💡 Andacht
9

Wer Steine bricht, verwundet sich daran, und wer Holz spaltet, bringt sich in Gefahr.

💡 Andacht
10

Wenn ein Eisen stumpf ist und ungeschliffen bleibt, so muß man um so mehr Kraft anwenden; aber durch Weisheit kommt man zum Gelingen.

💡 Andacht
11

Wenn die Schlange beißt, weil man sie nicht beschworen hat, so hat der Beschwörer keinen Nutzen von seiner Kunst.

💡 Andacht
12

Die Reden eines Weisen sind anmutig; aber die Lippen des Toren verschlingen ihn selbst.

💡 Andacht
13

Der Anfang seiner Worte ist Dummheit und das Ende seiner Rede die schlimmste Tollheit.

💡 Andacht
14

Auch macht der Tor viele Worte, obgleich kein Mensch weiß, was geschehen ist; und was nach ihm sein wird, wer kann es ihm sagen?

💡 Andacht
15

Die Mühe, die der Tor sich gibt, der den Weg zur Stadt nicht kennt, ermüdet ihn.

💡 Andacht
16

Wehe dir, Land, dessen König ein Knabe ist und dessen Fürsten schon am Morgen schmausen!

💡 Andacht
17

Heil dir, du Land, dessen König ein Sohn der Edlen ist und dessen Fürsten zu rechter Zeit essen, zur Stärkung, und nicht aus Genußsucht.

💡 Andacht
18

Durch Faulheit verfault das Gebälk, und wegen Nachlässigkeit der Hände rinnt das Dach.

💡 Andacht
19

Zum Vergnügen backt man Brot, und der Wein erfreut die Lebendigen, und das Geld gewährt alles.

💡 Andacht
20

Fluche dem König nicht einmal in deinen Gedanken, und verwünsche den Reichen auch in deiner Schlafkammer nicht; denn die Vögel des Himmels tragen den Laut davon, und ein geflügelter Bote verkündigt das Wort.

💡 Andacht