Psalmen

Psalmen 74

Schlachter 1951
1

Eine Unterweisung. Von Asaph. O Gott, warum hast du uns für immer verworfen und raucht dein Zorn wider die Schafe deiner Weide?

💡 Andacht
2

Gedenke deiner Gemeinde, die du vor alters erworben, an den Stamm deines Erbteils, den du erlöst hast, an den Berg Zion, darauf du Wohnung genommen!

💡 Andacht
3

Betritt den Ort, der beständig in Trümmern liegt! Alles hat der Feind im Heiligtum verderbt!

💡 Andacht
4

Deine Widersacher brüllen in deiner Versammlungsstätte; sie haben ihre Zeichen zum Panier aufgestellt.

💡 Andacht
5

Es sieht aus, als schwänge man oben im Dickicht des Waldes die Axt;

💡 Andacht
6

und jetzt zerschlagen sie sein Schnitzwerk allzumal mit Beilen und Hämmern.

💡 Andacht
7

Sie stecken dein Heiligtum in Brand, sie entweihen die Wohnung deines Namens und machen sie dem Erdboden gleich!

💡 Andacht
8

Sie sprechen in ihren Herzen:«Laßt uns sie allesamt unterdrücken!» Sie verbrennen alle Versammlungsstätten Gottes im Lande.

💡 Andacht
9

Unsere eigenen Zeichen sehen wir nicht; es ist kein Prophet mehr da, und niemand bei uns weiß, wie lange das dauern soll.

💡 Andacht
10

O Gott, wie lange darf der Widersacher schmähen? Soll der Feind deinen Namen immerfort lästern?

💡 Andacht
11

Warum ziehst du deine Hand zurück, deine Rechte?[Ziehe sie] hervor aus deinem Busen, vertilge!

💡 Andacht
12

Und doch ist Gott mein König, der von alters her Sieg gab in diesem Land.

💡 Andacht
13

Du teiltest das Meer durch deine Kraft, zerschlugst die Köpfe der Krokodile am Wasser;

💡 Andacht
14

du zerbrachst die Köpfe des Leviatans, du gabst ihn dem Volk der Wüstenbewohner zur Speise.

💡 Andacht
15

Du ließest Quellen und Bäche entspringen, legtest Ströme trocken, die sonst beständig fließen.

💡 Andacht
16

Dein ist der Tag, dein ist auch die Nacht, du hast das Licht und die Sonne bereitet.

💡 Andacht
17

Du hast alle Grenzen des Landes festgesetzt, Sommer und Winter hast du gemacht.

💡 Andacht
18

HERR, gedenke daran: Der Feind schmäht dich, und ein törichtes Volk lästert deinen Namen!

💡 Andacht
19

Gib die Seele deiner Turteltaube nicht dem Raubtier preis und vergiß deiner elenden Tiere nicht immerdar!

💡 Andacht
20

Blicke auf den Bund! Denn die Schlupfwinkel des Landes sind voll Räuberhöhlen.

💡 Andacht
21

Weise den Unterdrückten nicht beschämt zurück, sondern laß die Elenden und Armen deinen Namen preisen!

💡 Andacht
22

Stehe auf, o Gott, führe deine Sache! Gedenke der Schmach, die dir täglich von den Gottlosen widerfährt!

💡 Andacht
23

Vergiß das Geschrei deiner Widersacher nicht, den Lärm deiner Feinde, der beständig emporsteigt!

💡 Andacht