Hiob

Hiob 5

Schlachter 1951
1

Rufe doch! Ist einer, der dir antwortet? Und an welchen von den Heiligen willst du dich wenden?

💡 Andacht
2

Denn den Toren erwürgt der Zorn, und den Einfältigen tötet der Eifer.

💡 Andacht
3

Ich selbst habe einen Toren gesehen, der Wurzel schlug; sobald ich aber sein Gehöft verfluchte,

💡 Andacht
4

waren seine Söhne vom Glück verlassen und wurden unterdrückt im Tore, und niemand rettete sie;

💡 Andacht
5

seine Ernte fraß der Hungrige und nahm sie ihm aus den Dornen heraus, und sein Vermögen schnappten die Habgierigen weg.

💡 Andacht
6

Denn Unglück wächst nicht aus dem Staub hervor, und Unheil sproßt nicht aus der Erde;

💡 Andacht
7

sondern der Mensch ist zum Unglück geboren, wie die Funken aufwärts fliegen.

💡 Andacht
8

Aber doch würde ich Gott suchen und meine Rede an ihn richten,

💡 Andacht
9

der große, unerforschliche Dinge tut, Wunder ohne Zahl:

💡 Andacht
10

Er gießt Regen auf die Erde und sendet Wasserüber die Fluren;

💡 Andacht
11

er erhöht die Niedrigen und die Leidtragenden erlangen das Heil;

💡 Andacht
12

er vereitelt die Anschläge der Listigen, daß ihre Hand nicht helfen kann;

💡 Andacht
13

er fängt die Weisen in ihrer Klugheit, und der Verschmitzten Ratüberstürzt sich selbst;

💡 Andacht
14

bei Tage stoßen sie an wie im Dunkel und tappen zu Mittag wie in der Nacht.

💡 Andacht
15

Aber den Armen errettet er vom Schwert und aus ihrem Maul und den Bedürftigen aus der Hand des Starken,

💡 Andacht
16

daß der Geringe Hoffnung faßt und die Frechheit ihr Maul verschließt.

💡 Andacht
17

Siehe, wohl dem Menschen, den Gott straft! Darum verwirf die Züchtigung des Allmächtigen nicht!

💡 Andacht
18

Denn er verwundet und verbindet, er zerschlägt und seine Hand heilt.

💡 Andacht
19

In sechs Trübsalen wird er dich erretten, und in sieben wird dich kein Leid berühren:

💡 Andacht
20

In Hungersnot wird er dich vom Tode erlösen und im Kriege von dem Schwert;

💡 Andacht
21

vor der Geißel der Zunge wirst du geborgen sein und wirst Gewalttätigkeit nicht fürchten, wenn sie kommt;

💡 Andacht
22

der Verwüstung und Dürre wirst du lachen und vor den wilden Tieren nicht erschrecken;

💡 Andacht
23

denn mit den Steinen des Feldes stehst du im Bunde, und die Tiere des Feldes halten Frieden mit dir.

💡 Andacht
24

Du wirst erfahren, daß dein Zelt sicher ist, und untersuchst du deine Wohnung, so fehlt dir nichts.

💡 Andacht
25

Du wirst erfahren, daß dein Same zahlreich wird und deine Sprößlinge wie das Gras auf Erden.

💡 Andacht
26

Du wirst in gutem Alter begraben werden, wie man Garben einbringt zu ihrer Zeit.

💡 Andacht
27

Siehe, das haben wir erforscht, so ist es; vernimm es und merke es dir wohl!

💡 Andacht