Hiob

Hiob 4

Schlachter 1951
1

Da hob Eliphas, der Temaniter, an und sprach:

💡 Andacht
2

Vielleicht verdrießt es dich, wenn man versucht, ein Wort mit dir zu reden; wer hält aber die Rede zurück?

💡 Andacht
3

Siehe, du hast viele zurechtgewiesen und müde Hände gestärkt.

💡 Andacht
4

Deine Reden haben Strauchelnde aufgerichtet, und wankende Knie hast du gekräftigt.

💡 Andacht
5

Da es nun an dich kommt, erliegst du, und weil es dich trifft, bist du so bestürzt.

💡 Andacht
6

Ist nicht deine Gottesfurcht dein Trost und die Vollkommenheit deines Weges deine Hoffnung?

💡 Andacht
7

Bedenke aber: ist je ein Unschuldiger umgekommen, oder wurden je Rechtschaffene vertilgt?

💡 Andacht
8

Soviel ich gesehen habe: die Unrecht pflügen und Unheil säen, ernten es auch.

💡 Andacht
9

Durch Gottes Odem kommen sie um; durch den Hauch seines Zornes werden sie verzehrt.

💡 Andacht
10

Das Brüllen des Löwen und die Stimme des Leuen verstummt, und die Zähne der jungen Löwen werden ausgebrochen.

💡 Andacht
11

Der Löwe verdirbt aus Mangel an Raub, und die Jungen der Löwin zerstreuen sich.

💡 Andacht
12

Zu mir aber stahl sich ein Wort, mein Ohr vernahm ein leises Flüstern;

💡 Andacht
13

beim Nachdenkenüber Nachtgesichte, als tiefer Schlaf auf die Menschen gefallen war,

💡 Andacht
14

da kam Furchtüber mich und ein Zittern und durchschauerte alle meine Gebeine;

💡 Andacht
15

denn ein Geist ging an mir vorüber, die Haare meines Leibes standen mir darob zu Berge.

💡 Andacht
16

Er stand da, und ich erkannte sein Aussehen nicht, eine Gestalt war vor meinen Augen, ich hörte eine flüsternde Stimme:

💡 Andacht
17

Ist der Sterbliche gerecht vor Gott oder ein Mann vor seinem Schöpfer rein?

💡 Andacht
18

Siehe, seinen Dienern traut er nicht, bei seinen Engeln nimmt er Irrtum wahr;

💡 Andacht
19

wieviel mehr bei denen, die in Lehmhütten wohnen, deren Fundament im Staube liegt und die gleich Motten zerstört werden!

💡 Andacht
20

Zwischen Morgen und Abend gehen sie zugrunde; ehe man sich's versieht, sind sie für immer dahin.

💡 Andacht
21

Wird nicht ihr Zeltstrick abgerissen? Sie sterben; und zwar nicht an Weisheit!

💡 Andacht