Hiob

Hiob 34

Schlachter 1951
1

Und Elihu hob wieder an und sprach:

💡 Andacht
2

Höret, ihr Weisen, meine Worte, und ihr Verständigen, merket auf mich!

💡 Andacht
3

Denn das Ohr prüft die Rede, wie der Gaumen die Speise schmeckt.

💡 Andacht
4

Das Rechte wollen wir uns erwählen und untereinander ausmachen, was gut ist.

💡 Andacht
5

Denn Hiob behauptet:«Ich bin gerecht, aber Gott hat mir mein Recht entzogen.

💡 Andacht
6

Bei all meinem Recht werde ich zum Lügner gestempelt, tödlich verwundet bin ich vom Pfeil, ohne Schuld!»

💡 Andacht
7

Wo ist ein Mann wie Hiob, der Lästerung trinkt wie Wasser,

💡 Andacht
8

der so wie er in Gesellschaft derÜbeltäter wandelt und mit gottlosen Leuten umgeht?

💡 Andacht
9

Denn er hat gesagt:«Es nützt dem Menschen nichts, wenn er mit Gott Freundschaft pflegt!»

💡 Andacht
10

Darum, ihr verständigen Männer, hört mir zu: Fern sei es von Gott, sich Gewalttätigkeiten zu erlauben, und von dem Allmächtigen, Unrecht zu tun;

💡 Andacht
11

sondern er bezahlt dem Menschen, wie er es verdient, und läßt einem jeden widerfahren nach seinem Wandel.

💡 Andacht
12

Ja wahrlich, Gott tut kein Unrecht, und der Allmächtige beugt das Recht nicht!

💡 Andacht
13

Wessen Obhut ist die Erde unterstellt, und wer gibt acht auf die ganze Welt?

💡 Andacht
14

Wenn er nur noch auf sich selbst achtete und seinen Geist und Odem wieder zu sich nähme,

💡 Andacht
15

so würde alles Fleisch miteinander vergehen und der Mensch wieder zum Staube kehren.

💡 Andacht
16

Hast du nun Verstand, so höre dies und merke auf die Stimme meiner Worte!

💡 Andacht
17

Könnte auch einer, der das Recht haßt, herrschen, oder willst du den Gerechten, den Mächtigen, verdammen?

💡 Andacht
18

Darf man zum König sagen: Du Nichtsnutz! und zu den Edlen: Ihr seid ungerecht?

💡 Andacht
19

wieviel weniger zu dem, der die Person der Fürsten nicht ansieht und den Reichen nicht mehr achtet als den Armen; denn sie sind alle seiner Hände Werk.

💡 Andacht
20

Plötzlich sterben sie, mitten in der Nacht; Völker wanken und gehen dahin, und er beseitigt Tyrannen ohne Menschenhand.

💡 Andacht
21

Denn Gottes Augen sind auf die Wege eines jeden gerichtet, und er sieht jeden Schritt, den einer macht.

💡 Andacht
22

Es gibt keine Finsternis und keinen Todesschatten, wo dieÜbeltäter sich verbergen könnten.

💡 Andacht
23

Ja, er braucht den Menschen, der vor Gott zu Gerichte geht, nicht erst noch zu untersuchen.

💡 Andacht
24

Er zerschmettert Gewaltige ohne Untersuchung und setzt andere an deren Statt.

💡 Andacht
25

Weil er ihre Werke kennt, darum kehrt er sie umüber Nacht, und sie werden zermalmt.

💡 Andacht
26

Als Gottlose züchtigt er sie vor aller Augen darum,

💡 Andacht
27

daß sie von ihm abgefallen sind und keinen seiner Wege beachtet haben,

💡 Andacht
28

und weil des Armen Geschrei zu ihm gelangt ist und er das Schreien der Unterdrückten erhört hat.

💡 Andacht
29

Wenn er Frieden gibt, wer will verdammen? Wenn er aber sein Angesicht verbirgt, wer kann ihn schauen?[So handelt er] sowohlüber einem Volk, als auchüber dem einzelnen Menschen,

💡 Andacht
30

damit nicht gottlose Menschen regieren und das Volk in Fallstricke gerät.

💡 Andacht
31

Darf man zu Gott sagen: Ich muß[Strafe] tragen und habe doch nichts verbrochen?

💡 Andacht
32

[ Nein, sondern:] Was ich nicht sehe, lehre du mich, und habe ich Unrecht getan, so will ich's nicht mehr tun!

💡 Andacht
33

Soll Er nach deinem Sinn Vergeltungüben, weil du verwirfst? Denn du mußt wählen, und nicht ich; was du weißt, das sage an!

💡 Andacht
34

Verständige Männer werden mir zustimmen und jeder weise Mann, der mir zuhört:

💡 Andacht
35

Hiob redet wie ein Unwissender, und seine Worte zeugen nicht von Verstand.

💡 Andacht
36

Möchte Hiob fort und fort geprüft werden, weil er sich zu den gottlosen Leuten geschlagen hat!

💡 Andacht
37

Denn zu seiner Sünde fügt er Abfall hinzu, er verhöhnt uns und redet viel wider Gott!

💡 Andacht