Hiob

Hiob 23

Schlachter 1951
1

Da antwortete Hiob und sprach:

💡 Andacht
2

Auch heute noch ist meine Klage bitter; seine Hand preßt mir schwere Seufzer aus!

💡 Andacht
3

O daß ich wüßte, wo ich Ihn fände! Ich würde zu seinem Throne gehen.

💡 Andacht
4

Ich würde ihm die Streitfrage vorlegen und meinen Mund mit Beweisen füllen;

💡 Andacht
5

ich möchte wissen, was er mir antworten, und gerne sehen, was er zu mir sagen würde.

💡 Andacht
6

Würde er heftig mit mir streiten? Nein, er würde mich gewiß anhören.

💡 Andacht
7

Da würde der Redliche bei ihm Recht finden, und ich würde auf ewig frei ausgehen von meinem Richter.

💡 Andacht
8

Wenn ich aber schon nach Osten gehe, so ist er nirgends; wende ich mich nach Westen, so werde ich seiner nicht gewahr;

💡 Andacht
9

begibt er sich nach Norden, so erspähe ich ihn nicht, verbirgt er sich im Süden, so kann ich ihn nicht sehen.

💡 Andacht
10

Er aber kennt meinen Weg; er prüfe mich, so werde ich wie Gold hervorgehen!

💡 Andacht
11

Mein Fuß hat seinen Pfad innegehalten; seinen Weg habe ich bewahrt, ich bog nicht davon ab;

💡 Andacht
12

vom Gebote seiner Lippen wich ich nicht; in meinem Busen bewahrte ich die Reden seiner Lippen.

💡 Andacht
13

Doch Er bleibt sich gleich, und wer will ihn davon abbringen? Was er will, das tut er.

💡 Andacht
14

Er vollführt, was mir bestimmt ist, und dergleichen hat er viel im Sinn.

💡 Andacht
15

Darum schrecke ich zurück vor ihm, und wenn ich daran denke, so fürchte ich mich davor.

💡 Andacht
16

Ja, Gott hat mein Herz verzagt gemacht, und der Allmächtige hat mich erschreckt.

💡 Andacht
17

Daß ich[aber] nicht vergehe vor dem Anblick der Finsternis, hat er vor meinem Angesicht das Dunkel verdeckt.

💡 Andacht