Hiob

Hiob 18

Schlachter 1951
1

Da antwortete Bildad, der Schuchiter, und sprach:

💡 Andacht
2

Wie lange wollt ihr doch Jagd auf Worte machen? Besinnet euch zuerst, redet dann!

💡 Andacht
3

Warum werden wir dem Vieh gleichgeachtet und sind so dumm in euren Augen?

💡 Andacht
4

Du, der sich in seinem Zorne selbst zerfleischt, soll um deinetwillen die Erde verlassen werden und der Fels von seinem Orte wegrücken?

💡 Andacht
5

Ja, des Gottlosen Licht erlischt, und die Flamme seines Feuers leuchtet nicht.

💡 Andacht
6

Das Licht verfinstert sich in seinem Zelte, und seine Leuchte erlischtüber ihm.

💡 Andacht
7

Seine Schritte treiben ihn in die Enge, und sein eigener Ratschlag wird ihn stürzen.

💡 Andacht
8

Denn er wird mit seinem Fuß im Netz verstrickt und wandelt auf Fallgruben dahin.

💡 Andacht
9

Eine Schlinge wird seine Ferse ergreifen, und ein Fallstrick hält ihn fest.

💡 Andacht
10

Ein Garn ist für ihn auf dem Boden versteckt und eine Falle auf seinem Pfad.

💡 Andacht
11

Von allen Seitenüberfallen ihn Schrecknisse und verfolgen ihn auf Schritt und Tritt.

💡 Andacht
12

Es hungert nach ihm sein Verderben, und sein Unglück steht neben ihm bereit.

💡 Andacht
13

Es frißt die Glieder seines Leibes; der Erstgeborene des Todes zehrt seine Glieder auf.

💡 Andacht
14

Er wird vertrieben aus seinem Zelte, seinem Zufluchtsort, und man führt ihn zum Könige der Schrecken.

💡 Andacht
15

Sein Zelt wird von einem bewohnt, der ihm nicht zugehört, auf seine Wohnung wird Schwefel gestreut.

💡 Andacht
16

Unter ihm werden seine Wurzeln verdorren undüber ihm seine Zweige verwelken.

💡 Andacht
17

Sein Gedächtnis wird verschwinden von der Erde, und sein Name wird auf den Straßen nicht genannt werden.

💡 Andacht
18

Man stößt ihn aus dem Licht in die Finsternis, er wird aus der Welt gejagt.

💡 Andacht
19

Kein Sproß noch Schoß bleibt ihm unter seinem Volk, und kein Entronnener wohnt in seinen Zelten.

💡 Andacht
20

ber seinen Tag entsetzen sich die Abendländer, und die Morgenländer ergreift Schrecken darob.

💡 Andacht
21

So geht es der Wohnung des Ungerechten und so der Stätte dessen, der Gott nicht kennt!

💡 Andacht