Hiob

Hiob 17

Schlachter 1951
1

Mein Geist ist verstört, meine Tage laufen ab, Gräber warten meiner.

💡 Andacht
2

Treibt man nicht Gespött mit mir und muß nicht mein Auge auf ihren bittren Mienen weilen?

💡 Andacht
3

Setze doch einen ein, verbürge dich selbst für mich! Wer sollte sonst mir in die Hand geloben?

💡 Andacht
4

Du hast ihre Herzen der Einsicht verschlossen, darum wirst du sie nicht obsiegen lassen.

💡 Andacht
5

Wer Freunde der Plünderung preisgibt, dessen Kinder werden sich schämen müssen.

💡 Andacht
6

Man stellt mich den Leuten zum Sprichwort hin, und ich muß sein wie einer, dem man ins Angesicht speit.

💡 Andacht
7

Mein Augenlicht erlischt vor Gram, und alle meine Glieder sind wie ein Schatten.

💡 Andacht
8

Die Gerechten entsetzen sich darüber, und der Unschuldige istüber den Ruchlosen aufgebracht.

💡 Andacht
9

Aber der Gerechte hält fest an seinem Wege, und wer reine Hände hat, dessen Kraft nimmt zu.

💡 Andacht
10

Ihr dagegen, kehrt nur alle wieder um und gehet[heim], ich finde doch keinen Weisen unter euch.

💡 Andacht
11

Meine Tage sind dahin; meine Pläne, die mein Herz besessen hat, sind abgeschnitten.

💡 Andacht
12

Die Nacht machen sie zum Tag; das Licht sei nahe, nicht die Finsternis!

💡 Andacht
13

da ich doch erwarte, daß der Scheol meine Wohnung wird und ich mein Lager in der Finsternis aufschlagen muß;

💡 Andacht
14

da ich zur Grube sagen muß: Du bist mein Vater! und zu den Würmern: Ihr seid meine Mutter und meine Schwestern!

💡 Andacht
15

Wo ist da noch Hoffnung für mich, und wer wird meine Hoffnung[verwirklicht] sehen?

💡 Andacht
16

Zu des Scheols Pforten fährt sie hinab, wenn einmal alles miteinander im Staube ruht!

💡 Andacht