Hiob

Hiob 13

Schlachter 1951
1

Siehe, dies alles hat mein Auge gesehen, mein Ohr gehört und sich gemerkt;

💡 Andacht
2

was ihr wisset, weiß ich auch; ich stehe nicht hinter euch zurück.

💡 Andacht
3

Doch will ich nun zum Allmächtigen reden; mit Gott zu rechten, gelüstet mich.

💡 Andacht
4

Ihr streicht ja doch nur Lügenpflaster und seid nichts als Quacksalber.

💡 Andacht
5

O daß ihr doch schweigen könntet, das würde euch als Weisheit angerechnet!

💡 Andacht
6

So höret nun meine Rechtfertigung und achtet auf die Verteidigung meiner Lippen!

💡 Andacht
7

Wollt ihr Gott zuliebe Unrechtes reden und zu seinen Gunsten lügen?

💡 Andacht
8

Wollt ihr seine Person ansehen oder Gottes Sachwalter spielen?

💡 Andacht
9

Würde es gut sein, wenn er euch erforschte? Könnt ihr ihn täuschen, wie man Menschen täuscht?

💡 Andacht
10

Nein, strafen wird er euch, wenn ihr im Geheimen die Person ansehet!

💡 Andacht
11

Wird nicht seine Majestät euch schrecken und seine Furcht euchüberfallen?

💡 Andacht
12

Eure Denksprüche sind Aschensprüche, und eure Schutzwehren sind von Lehm.

💡 Andacht
13

Schweiget vor mir und laßt mich reden; es geheüber mich, was da wolle!

💡 Andacht
14

Warum sollte ich mein Fleisch in meine Zähne nehmen und mein Leben in meine Hand legen?

💡 Andacht
15

Siehe, er soll mich töten; ich habe keine Hoffnung; nur will ich meine Wege ihm ins Angesicht verteidigen.

💡 Andacht
16

Auch das schon wird mir zur Rettung dienen; denn kein Gottloser kommt vor ihn.

💡 Andacht
17

Höret, höret meine Rede, und meine Erklärung dringe in eure Ohren!

💡 Andacht
18

Gebt acht, ich habe die Verteidigung gerüstet, ich weiß, daß ich Recht bekommen werde.

💡 Andacht
19

Wer will noch mit mir rechten? Denn dann wollte ich verstummen und verscheiden.

💡 Andacht
20

Nur zweierlei tue nicht an mir, dann will ich mich vor deinem Angesicht nicht verbergen:

💡 Andacht
21

Tue deine Hand von mir und erschrecke mich nicht mit deiner Furcht!

💡 Andacht
22

Dann rufe Du, und ich will antworten, oder ich will reden, und Du erwidere mir!

💡 Andacht
23

Wie groß ist meine Sündenschuld? Tue mir meineÜbertretungen und Missetaten kund!

💡 Andacht
24

Warum verbirgst du dein Angesicht und hältst mich für deinen Feind?

💡 Andacht
25

Verscheuchst du ein verwehtes Blatt und verfolgst einen dürren Halm?

💡 Andacht
26

Denn du verschreibst mir Bitteres und lässest mich erben die Sünden meiner Jugend;

💡 Andacht
27

du legst meine Füße in den Stock und lauerst auf alle meine Schritte und zeichnest dir meine Fußspuren auf,

💡 Andacht
28

da ich doch wie Moder vergehe, wie ein Kleid, das die Motten fressen!

💡 Andacht